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7 Mythen zum Thema Heizen mit Strom

7 Fakten zu 7 Mythen rund um das Thema Heizen mit Strom

Während das Elektroauto hochgepriesen wird und inzwischen viele Menschen darauf umgestiegen sind, finden sich immer noch überraschend viele Stromheizungsgegner. Doch worauf gründen sich deren Argumente? Wir werden Ihnen die sieben häufigsten Mythen zum Thema „Heizen mit Strom“ vorstellen, und diese mit Fakten belegen. Denn die Zukunft ist elektrisch!

Mythos 1: 
„Eine Kilowattstunde bei Strom kostet € 0,19 und das ist mehr als das Doppelte von Gas und das Dreifache von Pellets.“

Diese Aussage ist an sich nicht falsch, jedoch werden hier Äpfel mit Birnen verglichen. Die angegebenen Preise beziehen sich nämlich auf die Heizenergie und nicht die Heizwärme. Wo liegt da der Unterschied? Heizenergie bezieht sich auf die Energie (also Strom), die von der Heizanlage benötigt wird. Heizwärme wiederum bezieht sich auf die Energie, die notwendig ist, um die gewünschte Temperatur in einem Raum zu erreichen. Zwischen Heizenergie und Heizwärme liegt daher der Wirkungsgrad der Heizung. Wird der Wirkungsgrad in der Rechnung berücksichtigt, fallen die Kosten für die Elektroheizung meist deutlich günstiger aus im Vergleich zu Kosten der Gas- oder Pelletsheizung.

Mythos 2: 
„Eine Gas-Zentralheizung in Brennwerttechnik hat 99% Wirkungsgrad.“

Klingt beeindruckend, ist aber leider falsch. Auch hier wird ein kleiner aber wichtiger Unterschied oft übersehen. Wirkungsgrade bei Kesseln, die man in Gasheizungen findet, geben nämlich immer den Heizwert (Wärme ohne abgehenden erhitzten Wasserdampf) und nicht den Brennwert (tatsächlich eingekaufte chemische Energie) an. Dabei werden Verbrennungs-, Verteilungs- und Bereitstellungsverluste ignoriert, die sich oft auf 30-50% belaufen. In einer Gas-Zentralheizung wird Gas verbrannt und erwärmt damit Brennraum, Kessel und Wasser. Das warme Wasser wird verteilt, erwärmt Heizkörper oder Flächenheizungen, durch diese wird mühsam die Raumluft warm, die sich erst über Konvektion verteilen muss. Daher kommt leider nur ein Bruchteil der verbrannten Energie als Wärme bei Ihnen an, und keine 99%: Bei elektrischen Heizungen hingegen wird sämtliche eingekaufte Heizenergie sofort in Heizwärme gewandelt. Infrarotheizungen bieten darüber hinaus viele weitere Einsparungen.

Mythos 3: 
„Infrarotheizungen ist nur etwas für Werkhallen.“

Infrarotheizungen eigenen sich zwar dank Ihres geringen Heizwärmebedarfs hervorragend für Lagerhallen, doch vor allem in Häusern oder Wohnungen kommt die behagliche Strahlungswärme besonders gut zum Einsatz. Denn Infrarotheizungen basieren auf Strahlungswärme, welche die Menschen und Gegenstände in einem Raum direkt erwärmen (und nicht erst die Luft), genauso wie Sonnenstrahlen das seit Anbeginn der Zeit tun. Dies führt neben erhöhter Behaglichkeit, zu einem sich früher einstellenden Wärmeempfinden, und somit einem niedrigeren Heizwärmeverbrauch. Herkömmliche Heizanlagen hingegen erwärmen erst die Luft. Bewegte warme Luft trocknet die Haut aus, was eine Verdunstungskälte erzeugt und daher mehr Energie verbraucht um das gleiche Wärmeempfinden zu geben. Dies verbraucht 25-30% mehr Heizwärme im Vergleich zu Strahlungswärme. Die Einsparungen in der Heizenergie sind damit noch größer als oben beschrieben.

Mythos 4: 
„Infrarotheizungen sind nur für Zweitwohnsitze sinnvoll“.

Wie gerade eben schon beschrieben, sorgen Infrarotheizungen durch Strahlungswärme für besonders hohe Behaglichkeit, und das bei geringstem Energieverbrauch. Warum also, sollten Sie diese Vorteile nicht auch in Ihrem Hauptwohnsitz genießen?

Mythos 5: 
„Strom ist wertvoll um ihn zu verheizen.“

Im Gegenteil! Bei Öl und Gas handelt es sich um fossile Brennstoffe, von denen nur eine begrenzte Menge existiert und die sich nicht erneuern lassen. Und heizen mit Biomasse, wie zum Beispiel Pellets, ist ein Trend, welcher dazu geführt hat, dass ganze Wälder abgeholzt werden. Strom hingegen kann durch erneuerbare Energien wie Photovoltaik direkt an Ihrem eigenen Dach erzeugt werden. Um die Umwelt zu schützen, sollten wir lieber die unerschöpfliche Energie der Sonne nutzen, anstatt Öl, Gas oder Bäume zu verbrennen.    

Mythos 6: 
Irrtum: „Wir importieren so viel Atomstrom.“

Der Stromkennzeichnungsbericht 2018 (E-Control, 01.Juli 2018) weist einen kalkulatorischen Atomstromanteil von 0,00% im österreichischen Netz aus. Der Anteil an Strom erzeugt durch erneuerbare Energiequellen hingegen beträgt 83,71%.

Mythos 7: 
„Die CO2-Belastung von Strom ist so hoch.“

Auch diese Behauptung ist falsch. Nach eigenen Berechnungen gemäß Stromkennzeichnungsbericht 2018 (E-Control, 01. Juli 2018) liegt die CO2-Belastung durch elektrischen Strom bei 159 g/kWh und nach Angaben der E-Control bei 125 g/kWh. Heizungen mit Öl (rd. 320 g/kWh) oder Gas (rd. 240 g/kWh) hingegen schneiden deutlich schlechter ab als Strom. Diese Zahlen beziehen sich allerdings nur auf die Heizenergie, und nicht die Heizwärme. Wird hingegen der Wirkungsgrad der Heizanlage berücksichtigt und somit die CO2-Belastung der Heizwärme berechnet, vergrößert sich der Unterschied nochmals. In Kombination mit Photovoltaik bzw. E-Speicher wird der CO2-Ausstoß sogar negativ. Smart, nicht?