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Stromkennzeichnungsbericht 2016: 86,73% Ökoanteil!

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Der Anteil von erneuerbaren Energien bei Österreichs Stromlieferanten ist weiterhin sehr hoch!

Seit dem Jahr 2001 sind sämtliche Stromlieferanten, die in Österreich Endkunden beliefern, gesetzlich dazu verpflichtet, die Primärenergieträgeranteile ihrer Stromerzeugung dem Endkunden zur Kenntnis zu bringen.

Der aktuelle Stromherkunftsbericht 2016 der E-Control beschreibt die Stromherkunft vom 01.01 - 31.12.2015 und liefert folgende Werte (Kurzfassung):

  • 86,73% Bekannte erneuerbare Energieträger
  • 12,89% Bekannte fossile Energieträger
  • 0,38% Bekannte sonstige Primär-energieträger
  • 0,00% Bekannte Nuklearenergie
  • CO2-Emissionen: 67 g/kWh1

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der erneuerbaren Energieträger von 89,10% auf 86,73% leicht gesunken. Der Anteil der fossilen Energieträger ist hingegen von 10,36% auf 12,89% gestiegen (Diese Verteilung bezieht auf die bei der Stromkennzeichnung eingesetzten Nachweise. Diese Werte sind nicht mit der tatsächlichen Stromerzeugungsstruktur in Österreich gleichzusetzen). Die sonstigen Primärenergieträger stiegen von 0,26% auf 0,38%. Auf Grund des Verbots von Strom unbekannter Herkunft liegt dieser erstmals bei 0%. Der Rückgang im Bereich erneuerbare Energieträger lässt sich auf die geringere Produktion aus Wasserkraft im Jahr 2015 zurückführen. Dies führte auch zu einem verstärkten Einsatz von Nachweisen aus fossilen Energieträgern, im Speziellen Erdgas.

Die E-Control Austria ist die zuständige Stelle für die Überwachung der Ausstellung, Übertragung und Entwertung von Nachweisen und für die Überwachung der Richtigkeit der Stromkennzeichnung in Österreich. Zur Überwachung der Richtigkeit der Stromkennzeichnung wird jährlich eine umfassende Überprüfung aller Lieferanten, die in Österreich Endkunden beliefern, durchgeführt.

1 Hierbei handelt es sich um einen Wert, der in keinem Zusammenhang mit der tatsächlichen physikalischen Stromerzeugung bwz. mit dem CO2-Ausstoß der Kraftwerke in Österreich steht. Der Wert beruht rein auf den Angaben auf den eingesetzten Nachweisen. Dieser Anstieg liegt am angeführten vermehrten Einsatz von fossilen Nachweisen. (Quelle: Stromkennzeichnungsberich 2016)