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Stromkennzeichnungsbericht 2015: 89,1% Ökoanteil!

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Anteil von Atomstrom auf verschwindende 0,1% gesunken

Seit dem Jahr 2001 sind sämtliche Stromlieferanten, die in Österreich Endkunden beliefern, gesetzlich dazu verpflichtet, die Primärenergieträgeranteile ihrer Stromerzeugung dem Endkunden zur Kenntnis zu bringen.

Der aktuelle Stromherkunftsbericht 2015 der E-Control beschreibt die Stromherkunft vom 01.01—31.12.2014 und liefert sensationelle Werte (Kurzfassung):

  • Erneuerbarer Anteil 89,10%.
  • CO2-Emissionen 58,03 g/kWh
  • Atomstrom 0,1% (und dieser nur aus dem ENTSO-E-Mix; explizit wird keiner eingekauft und – wie bereits bekannt – auch keiner erzeugt)

Analyse (Veränderung 2013 auf 2014):

  • der CO2-Ausstoß hat sich mehr als halbiert
  • Der erneuerbare Anteil ist um 11%-Punkte gestiegen
  • Der Anteil an Atomstrom ist von geringen 2% auf verschwindende 0,1% gesunken

Bessere Werte sind schwierig möglich! Auch Pellets haben keine besseren Werte: laut Propellets Austria werden bei der Herstellung und Trocknung 18,5% des Energieinhaltes als Primärenergie bei der Herstellung benötigt (siehe Bild unten). Damit ist auch das letzte Argument gegen „Stromheizer“ weg: selbst wenn im Sommer 100% des Stroms erneuerbar ist und sämtliche nach diesem aktuellen Bericht nicht erneuerbaren Anteile im Winter abgerufen werden, so hätten wir sogar im Winter rund 80% erneuerbar – also so viel wie bei den Pellets.

Die E-Control Austria ist die zuständige Stelle für die Überwachung der Ausstellung, Übertragung und Entwertung von Nachweisen und für die Überwachung der Richtigkeit der Stromkennzeichnung in Österreich. Zur Überwachung der Richtigkeit der Stromkennzeichnung wird jährlich eine umfassende Überprüfung aller Lieferanten, die in Österreich Endkunden beliefern, durchgeführt.